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Geschichte des Karate PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 14. Dezember 2008 um 20:14 Uhr
Karate entstand auf der im Südwesten von Japan gelegenen Insel Okinawa - die größte der Riukiu-Inselkette. Diese stand vor der Japanischen Eroberung stark unter chinesischem Einfluss. Chinesische Emigranten waren es auch die das KEMPO (KUNG FU) nach  Okinawa brachten. Zusammen mit einer rohen Kampfkunst die hier schon verbreitet war - das TODE - bildete KEMPO einen neuen Stil : das Okinawa Te.

Dieses Okinawa Te (TE = HAND) fand seine Blütezeit, als japanische Eroberer die Riukiu-Inseln unter ihre Gewalt brachten, und den Einwohnern jeglichen Waffenbesitz verboten. Die Meister dieser Kampfkunst wurden selbst von den Besatzern respektiert und gefürchtet.

Der Name KARATE entwickelte sich im Laufe der Zeit – wobei KARA "China" bedeutete.
Erst spät – 1917 – wurde Gichin Funakoshi, ein Meister des Karate, von der japanischen Erziehungsdirektion eingeladen, seine Kunst in der japanischen Hauptstadt Tokyo vorzuführen. Mit dieser Vorführung hatte Funakoshi so großen Erfolg, dass er sich 1923 in Japan niederließ. 1936 gründete er dort sein Dojo, das von seinen Schülern nach seinem Künstlernamen SHOTOKAN benannt wurde.  Nach diesem Namen wurde später sein Stil benannt – der heute weltweit bekannteste Stil: Das Shotokan Karate.

Den Namen KARATE behielt Funakoshi bei – allerdings tauschte er, bedingt durch die politischen, stark Chinafeindlichen Entwicklungen in Japan, das Schriftzeichen für KARA (das soviel wie "aus China kommend" bedeutete) aus gegen ein anderes, das man ebenfalls KARA aussprach und das für LEER stand. Durch diesen geschickten Austausch machte Funakoshi das Karate gewissermaßen zu einer rein japanischen Kunst, ließ aber für die kommenden Generationen, den Schlüssel der Herkunft des Karate im Namen zurück. Leer stand ursprünglich für "unbewaffnet". Erst später, als die Bedeutung der Philosophie in den Kampfkünsten zunahm, verstand man darunter die LEERE im buddhistischen Sinn, nach welcher der Geist streben sollte.

 
"Wie die polierte Oberfläche eines Spiegels alles widerspiegelt, was davor steht und ein ruhiges Tal auch leise Töne widerhallt, so soll der Karateschüler sein Bewusstsein von Egoismus und Bosheit entleeren, damit er auf alles, was ihm begegnet, richtig reagieren kann. Das ist die Bedeutung des Kara im Karate."

Einer der Schüler Funakoshis war Hirokazu KANAZAWA. Er war maßgeblich an der weltweiten Verbreitung des Karate beteiligt. 1977 trennt er sich vom damaligen Weltverband – der J.K.A. und gründete den SKI.

Kanazawa gilt heute als einer der meistgeachteten Karatemeister der Welt.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 14. Dezember 2008 um 20:17 Uhr
 

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